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Texte / Reportagen

Bootsbau in der Schülerfirma "Klar Schiff"

Posewald. (ostSeh) "Mal(l) – das steht nicht nur im umgangssprachlichen Platt für "schlecht". Mal, hat auch in der französischen Sprache diese Bedeutung. Im Bootsbau ist der Malblock oder sind die Malspanten frei übersetzt also schlecht und daher überflüssig. Sie sind nur konstruktive Elemente und werden nach Fertigung und Verbund der echten Teile wieder ausgebaut." Nach dieser kurzen Einführung in die Bautechnik eines Bootes durch Bootsbaumeister Philipp Schwitalla staunt nicht nur Projektbetreuer Peter Grotjan. Er betreut drei Schüler der Regionalen Schule Altenkirchen, deren Schülerfirma etwas ganz Besonderes baut: eine Jolle, genauer einen Optimisten.

"Wir packen die an ihrem Hobby", hatte sich Grotjan für sein anspruchsvolles Vorhaben vorgenommen. Und Tatsache. Christian Will (13), Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14) sind alle drei im Seglerverein SV Breege aktiv und haben daher Ahnung. "Wir wollen schon gerne hier auf Rügen bleiben und einen Beruf lernen, der uns das ermöglicht", stellen sich die Schüler der 7. und 8. Klasse vage vor. Ein Vater hat sie an diesem Tag bei Bootsbauer Philipp Schwitalla in Posewald abgesetzt. "Wir haben so unser Hobby zur Geschäftsidee gemacht", stellt Tobias nüchtern fest. Nun unterstützen sie den Bootsbaumeister , die Vorbereitungen für die Kiellegung zu treffen und lernen, sich in einer Werkstatt und deren Ecken und Kanten zu bewegen. "Wir müssen nun die beiden gebogenen Leisten, die sogenannten Stringer, in Form bringen. Vorher sollten sie geschliffen sein", zeigt Schwitalla, wie es weiter geht. Natürlich hat er schon wesentliches vorbereitet. Dafür bekommt er auch ein Dozentenhonorar. Nun kommt die Esche für die Stringer in einen sogenannten Dampfkasten. Dort wird im Kleinen mit einem Dampfdrucktopf nichts anderes gemacht, als auch für Planken größerer Kutter in größeren Dampfkästen, auch Steamer genannt. Der Dampf im abgedichteten Kasten kocht das Holz weich. Nach rund zwei Stunden lässt es sich in Form bringen und in den Blöcken oder Spanten der Jolle durch Ausschnitte und Schrauben befestigen. Und behält dann die neue, gekrümmte Form bei. Viel Wissen, das sich da um die beiden kleinen Leisten für die Schüler anhäuft. Immer wieder zeigen sie jedoch wie beim Auspacken des Materials für die Takelage, dass sie schon viel Ahnung vom Segeln haben. Genau die richtige Wahl also. "Klar Schiff" soll dann auch ihre Firma heißen, einigen sie sich nebenbei mit Grotjan.

Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14), Christian Will (13) Regionale Schule Altenkirchen und auch aktiv beim Segelclub SV Breege, sollen den Optimisten bis zu Ende bauen. Mit dem Verkauf auf der Holzmesse im Juni soll das Material für einen neuen Optimisten der Schülerfirma Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14), Christian Will (13) Regionale Schule Altenkirchen und auch aktiv beim Segelclub SV Breege, sollen den Optimisten bis zu Ende bauen. Mit dem Verkauf auf der Holzmesse im Juni soll das Material für einen neuen Optimisten der Schülerfirma
Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14), Christian Will (13) Regionale Schule Altenkirchen und auch aktiv beim Segelclub SV Breege, sollen den Optimisten bis zu Ende bauen. Mit dem Verkauf auf der Holzmesse im Juni soll das Material für einen neuen Optimisten der Schülerfirma Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14), Christian Will (13) Regionale Schule Altenkirchen und auch aktiv beim Segelclub SV Breege, sollen den Optimisten bis zu Ende bauen. Mit dem Verkauf auf der Holzmesse im Juni soll das Material für einen neuen Optimisten der Schülerfirma

Robert Tredup (13) und Tobias Schabacker (14), Christian Will (13) Regionale Schule Altenkirchen und auch aktiv beim Segelclub SV Breege, sollen den Optimisten bis zu Ende bauen. Mit dem Verkauf auf der Holzmesse im Juni soll das Material für einen neuen Optimisten der Schülerfirma "Klar Schiff" finanziert werden, kautet das ehrgeizige Ziel. Hier bei den Arbeiten für die Kiellegung in der Posewalder Werkstatt von Philipp Schwitalla.

Zum Hintergrund sagt Projektbetreuer Peter Grotjan, dass die Schülerfirma für dieses modellhafte Projekt etwas mehr Mittel als sonst von der GSA erhalten hätte. Gesellschaft für Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung heißt die 100-prozentige Tochter des Wirtschaftministeriums, die Grotjans Junior-Jobmotor Biosphäre dabei unterstützt, weil hier statt in Plan- und Börsenspielen echtes Handeln favorisiert wird. "Die real beim Finanzamt angemeldeten Firmen agieren wie im richtigen Leben", sagt Grotjan, während er den drei Bootsbauern nebenbei noch einige Formalitäten abluchst. "Das müsst ihr mit eurer Schule wegen der Versicherung klären", legt er die Verantwortung für die Fomulare in deren Hände. Und ist froh, dass es sich hier einmal nicht um Catering an der Schule handelt. Im Juni soll der neugebaute Optimist fertiggestellt sein. "Wir stellen ihn dann zusammen mit dem Meisterstück von Herrn Schwitalla auf der Holzmesse in Lauterbach aus. Verkauft soll der Opti dann werden, um neues Material für einen weiteren Bau zu kaufen", sagt Christian. Schließlich beginnt die Schülerfirma ja erst.

© 2009 ostSeh / ANDREAS KÜSTERMANN

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