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andreas küstermann |
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Texte / ReportagenForschen nach unsichtbaren Denkmalen Die Geschichte des Blohm & Voss Flugbootes BV138, das am 2. Mai 1945 vor Dranske abstürzte, ist bekannt. Der Pilot, hatte in diesen letzten Kriegstagen einen Arzt erschossen, weil er den Hitlergruß nicht erwiderte. Archäologische Taucher trugen zur Klärung bei. Dranske · Die besagte BV 138 ist schon 1965 von einem Taucher entdeckt worden. "Wir haben hier im Sommer schon einmal kartografiert, ein Fotomosaik erstellt und alles beschriftet, dann einen Teil abgeborgen und an die Buhnen gelegt", schildert die Leiterin den Sachstand. Es geht raus aufs Wasser. Flachbodenboote aus dem vermutlich 17. Jahrhundert mit Brandspuren liegen da. So viel können die Vier schon sagen. Zwei werden auch jetzt wieder tauchen und zwei in Reserve stehen und ihre Kollegen im Notfall oder bei Erschöpfung ablösen. "Rund zwei Stunden mit kleinen Pausen geht das Tauchen bei derzeitigen acht bis zehn Grad Wassertemperatur", erklärt Gloede, während er die Flasche prüft und nach den Flossen greift. Er will mit einem knallgelben Scooter Sand von schon geborgenen Teilen spülen. In einem vorherigen Arbeitsgang hatten die Taucher abwechselnd vom Boot aus in zwei Metern Tiefe Keile zwischen Spanten und Planken getrieben, um die Holznägel absägen zu können. "Das Holz riecht noch richtig nach Kiefer und Teer, erzählt Sunhild und man merkt ihr trotz dieses wenig spektakulären Jobs die Begeisterung für jeden Auftrag an. Schon geborgene Holzstücke sind zwischenzeitlich mit Nummernschildchen aus roter Plaste betackert. Auf Ballaststeine hat man die Nummer draufgeschrieben. Das dient dem Zusammensetzen. Und auch die Löcher der Bohrmuschel sind im Holz deutlich zu sehen. Neben Raubtauchern ein zweiter, ernst zu nehmender Gegner der Archäologen.
Aus ersten dendrochronologischen Untersuchungen des Sommers kennen die Experten nicht nur das Alter des Holzes. Ebenso seine Herkunft. Es kommt aus Schweden.
Es geht zurück. Am Ufer ziehen die beiden Männer im Taucheranzug die Spanten so weit wie möglich im Wasser zum Land. "Wenn sie gehoben werden, sind sie unglaublich schwer", sagt die eher zierliche Sunhild und schleppt derweil Steine. Mit den letzten Hölzern auf dem Schultern kommen Mike und Martin erschöpft nach. Die Trockenarbeit kann beginnen.
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