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Reportagen / BerichteGedenken an Besatzung der Beluga Sassnitz. (ostSeh) Rund 20 Angehörige und Freunde trafen sich am Sonnabend in Sassnitz zum Gedenken für die auf See gebliebenen Hochseefischer. Ein gleichnamiger Verein lädt seit dem Untergang des Fischkutters Beluga (SAS 104) immer am Sonnabend vor dem 18. März ans Mahnmal neben den Kurplatz. Auch diesmal dominierten die Anverwandten von Lehrling Martin Senfft (19), Maschinist Hartmut Gleixner (40) und Kapitän Frank Schneider (38). "Wir haben auch Angehörige des am 8. November 2006 verunglückten Kutters Hoheweg eingeladen." Sagt Beate Schneider ein wenig traurig, dass sie ihre angebotene Unterstützung bei der Trauer für die Angehörigen der beiden dabei verunglückten Rügener Fischer nicht anbringen können. Das Schiffsunglück der "Beluga" jährt sich am 18. März zum zehnten Mal. 2009 konnten die Mitglieder des eigens gegründeten Vereins für die auf See gebliebenen Fischer mit einer Spende die Stadt Sassnitz veranlassen, das Mahnmal aus DDR-Zeiten zu renovieren. Der Sassnitzer Kapitän im Ruhestand Jürgen Stange pflegt es und bereitet es an solchen Tagen vor. Doch etwas trennt die beiden verunglückten Schiffe auch. Während der Untergang der Hoheweg in einem Sturm akribisch bis zur Aufklärung untersucht wurde, fehlen für den plötzlichen Beluga-Untergang bei mondheller Nacht und Windstärke drei bis heute plausible Gründe. "Es haben sich eigentlich immer neue Rätsel aufgetan, auf die beispielsweise Schiffsgutachter Kersandt bis heute hinweist. Doch selbst der Petitionsausschuss hat es nicht für notwendig befunden, die Akten der Marine zu Unstimmigkeiten einzusehen", so Beate Schneider. Daher bleibt sie in der Öffentlichkeit. Die anderen Angehörigen schweigen.
15.03.2009 zum Thema: Beate Schneider lässt nicht locker
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